High End Subwoofer selber bauen: So gelingt es auf Anhieb

high end subwoofer selber bauen

Der Bass ist das körperliche Element des Klangs. Ob Musik, Soundtrack im Heimkino oder Game: Er vermittelt Emotionen, wirkt mitreißend, verstärkt den Drang, sich zu bewegen oder zu tanzen und kann sogar zur Ausschüttung von Hormonen führen. Die tiefen Frequenzen spielen also eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Klangqualität in den eigenen vier Wänden maßgeblich zu verbessern.

Hierfür wird zwingend ein Subwoofer, auch als Tieftöner oder Bassbox bezeichnet, benötigt. Wer dabei Wert auf ein besonderes Design oder eine optimale Abstimmung der Komponenten aufeinander legt oder einfach Geld sparen möchte, der baut den High End Subwoofer selbst. 

Im Folgenden erfahren Sie, wann ein Subwoofer sinnvoll ist, welche Konstruktionen dabei in Frage kommen, wie er richtig angeschlossen und aufgestellt wird und welche Größe das Gehäuse haben sollte. Außerdem geben wir Ihnen eine Anleitung für den Selbstbau an die Hand und beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema DIY Subwoofer

Abschließend halten wir einen Tipp für Sie bereit, wie Sie Ihren selbstgebauten Lautsprecher dauerhaft vor Staub, Schmutz und Beschädigungen schützen können.

Die High End Bassbox für zuhause – Wann machen solche Lautsprecher Sinn?

Einige Grundlagen vorab: Subwoofer sind Tiefton Lautsprecher. Sie sind für Schallschwingungen zwischen 30 Hz und 160 Hz optimiert und damit in der Lage, besonders tiefe Frequenzen wiedergeben zu können. Hierzu werden die Basslautsprecher als Ergänzung der ohnehin vorhandenen Lautsprecher eingesetzt.

Sie sorgen für eine erhebliche Veränderung des Klanges und ermöglichen dadurch ein ganz besonderes Hörerlebnis. Die typischen Klangeigenschaften dieser besonderen Boxen resultieren dabei aus der Kombination von Konstruktion, Gehäuse und Subwoofer Chassis.

Subwoofer kommen unter anderem im Bühneneinsatz, in Clubs, im Auto und auch im privaten Wohnbereich zum Einsatz. 

Wer eine High End Bassbox in den eigenen vier Wänden einsetzen möchte, der denkt dabei meist an das Musikhören, an den Film-Genuss im Heimkino oder im Wohnzimmer oder wünscht sich ein besonders immersives Erlebnis beim Spielen.

Ein Subwoofer ist damit immer dann sinnvoll, wenn Sie den Wunsch haben, das Klangbild in Ihrem persönlichen Umfeld deutlich zu verbessern und dabei von einem deutlich präsenteren Bass zu profitieren.

High End Bassbox für zuhause

Aktive oder passive Subwoofer? Welche Technologie ist besser?

Passive Subwoofers ähneln weitgehend ganz normalen Lautsprechern, wie wir sie von jeder HiFi-Anlage kennen. Im Gegensatz dazu haben wir es aber mit einem Ein-Wege-Prinzip zu tun. Es kommt also nur ein einzelnes Subwoofer Chassis zum Einsatz, der Tieftöner. Die Frequenzweiche hat hier daher nicht die Aufgabe, verschiedene Tonfrequenzen unterschiedlichen Chassis zuzuweisen, sondern Frequenzen oberhalb einer bestimmten Grenze komplett auszublenden. Diese Grenze liegt in der Regel bei 160 bis 200 Hz.

Ein aktiver Subwoofer ist zusätzlich mit einer eingebauten Endstufe ausgestattet, die auch als Aktivmodul bezeichnet wird. Dieser Verstärker verarbeitet ein spezielles Signal aus dem Verstärker oder dem Receiver. Hierbei handelt es sich um ein Vorstufensignal, dass also im Gerät noch nicht verstärkt wurde. Während die Klangeinstellung für passive Subwoofer am Verstärker selbst vorgenommen wird, bieten aktive Basslautsprecher selbst eine Reihe von Einstellmöglichkeiten.

Welches Prinzip sich besser für Sie eignet, hängt vor allem von Ihrem individuellen Geschmack ab. 

Beide Systeme verbessern den Klang deutlich. Der aktive Subwoofer ist aufwendiger, was sich vorwiegend beim Selbstbau bemerkbar macht, besitzt dafür aber mehr Einstellmöglichkeiten. Der passive Tieftöner lässt sich dafür recht einfach in Eigenregie bauen.

Wie schließt man den Subwoofer richtig an?

Beim Anschluss des Subwoofers an Ihre Hifi Anlage muss unterschieden werden, ob es sich um aktive oder um passive Lautsprecher handelt. Wenn Sie hierüber etwas unsicher sind, hilft ein einfaches Erkennungsmerkmal. Verfügt der Subwoofer an seinem Gehäuse über einen Netzanschluss, dann handelt es sich um einen aktiven Lautsprecher. 

Finden sich hier stattdessen lediglich Klemmen zum Anschluss von Lautsprecherkabel, dann haben Sie es mit einem passiven Modell zu tun. Grundsätzlich sollten Sie immer darauf achten, Subwoofer nicht im laufenden Betrieb anzuschließen. Die dabei entstehenden Pegel könnten Ihre Anlage oder Ihre Lautsprecher beschädigen.

Um einen aktiven Tieftöner an Ihre Anlage anzuschließen, benötigt Ihr Verstärker oder Receiver einen speziellen Anschluss. Dieser wird auf dem Anschluß-Paneel meist als „Sub Out“, als „Subwoofer“ oder auch als „LFE“ bezeichnet. Der Anschluss erfolgt dann über ein normales Cinch-Kabel. Einige Geräte verfügen auch über einen sogenannten „Pre Out“. 

Auch dieser Ausgang eignet sich zum Anschluß eines aktiven Subwoofers, solange dieser über eine Frequenzweiche verfügt.

Der passive Subwoofer wird einfach per Lautsprecherkabel mit einem entsprechenden Anschluß von Verstärker oder Receiver verbunden.

Tiefton Lautsprecher

Wie sollte der Subwoofer aufgestellt werden?

In Bezug auf die Frage, wie der spezielle Lautsprecher für die Basswiedergabe aufgestellt werden muss, gibt es recht einfache Lösungen. 

Zunächst einmal ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass das menschliche Ohr die tiefen Frequenzen, die aus dem Gehäuse dieses Lautsprechers dringen, räumlich nicht exakt zuordnen kann. Das ist auch der Grund dafür, dass es beim Subwoofer keinen linken und rechten Kanal gibt.

Darüber hinaus gilt, dass Sie eine Aufstellung dieser Art von Lautsprecher zu nahe an einer Wand vermeiden sollten. Es kann dann dazu kommen, dass der Bass eher unsauber und verschwommen wirkt. 

Auch die Aufstellung in einer Ecke des Raumes ist nicht zu empfehlen. Dies kann durch die mehrfache Reflexion zu einer unerwünschten Verstärkung der Basswiedergabe führen.

Gute Erfahrungen machen viele Klangenthusiasten damit, dass sie die Subwoofer für das Heimkino auf halber Strecke zwischen den anderen Lautsprechern und dem eigenen Hörplatz aufstellen und sie dabei leicht seitlich positionieren.

Welcher Bereich, welche Höhe und welcher Abstand sich am besten eignen, um sich von besseren Bässen verwöhnen zu lassen, kann am besten das Ohr entscheiden. 

Probieren Sie verschiedene Aufstellungen aus und wählen Sie die, die Ihrem persönlichen Geschmack am besten entspricht.

Subwoofer diy

Wie groß muss ein Subwoofer Gehäuse sein?

Sie fragen sich, wie man ein Subwoofer Gehäuse berechnet? Die Frage lässt sich nicht mit einer einfachen Faustformel beantworten. Die Maße des Gehäuses müssen vor allem in Abhängig zu den baulichen Eigenschaften des gewählten Chassis und dessen Resonanzfrequenz festgelegt werden. Entsprechende Informationen erhalten Sie bei dem jeweiligen Hersteller oder Händler des Chassis.

Wer sich mit diesem Thema intensiver auseinandersetzen möchte, der sollte einen Blick auf die sogenannten Thiele-Small-Parameter (TSP) werfen. Hierzu finden sich im Internet viele Informationen. 

Es gibt sogar spezielle Kleinprogramme für den Computer, in die Sie die unterschiedlichen Werte und Parameter Ihres Chassis eintragen. Im Ergebnis wird Ihnen dann das erforderliche Volumen für das Lautsprecher Gehäuse berechnet.

Was braucht man, um einen Subwoofer mit Gehäuse zu bauen?

Lässt sich ein High End Subwoofer selber bauen? Die Antwort lautet ja

Welche Produkte und Teile und welches Material Sie dafür benötigen, haben wir hier zusammengestellt:

• Tieftöner Chassis
• Endstufe oder Aktivmodul (nur für aktive Subwoofer)
• MDF-oder Sperrholzplatten in den passenden Abmessungen
• Dämmwolle
• Holzleim 
• Standfüße
 

Darüber hinaus benötigen Sie gängige Werkzeuge und für die Gestaltung der fertigen Subwoofer Farben, Lacke, Beizen oder auch Folien.

Wenn Sie stattdessen mit einem Bausatz arbeiten wollen, benötigen Sie keine entsprechende Materialliste. Bausätze verfügen bereits über alle Teile, die gebraucht werden. Ob Sie sich dabei für ein bestimmtes Modell oder eine bestimmte Serie entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Ansprüchen und vom verfügbaren Budget ab.

Subwoofer mit Gehäuse bauen

Subwoofer Gehäuse selber bauen – Die DIY Bauanleitung

Wenn Ihnen die Möglichkeit zur Verfügung steht, Ihren Subwoofer selbst zu bauen, können Sie im Vergleich zu fertigen Produkte hohe Kosten sparen. 

Dabei eignet sich ein solches Projekt auch gut für Anfänger ohne viel handwerkliches Geschick und ohne sonderliche Erfahrung mit dem Lautsprecherbau

Wir stellen hier den Bau eines passiven Lautsprechers vor. Bei einem aktiven Modell benötigen Sie zusätzlich eine einbaufähige Endstufe oder ein Aktivmodul und die passende Verkabelung zum Chassis.

Im ersten Schritt benötigen Sie passende Holzplatten, um das Gehäuse zu bauen. Hierfür eignen sich vor allem MDF- oder Sperrholzplatten in einer Stärke von 19mm. Insgesamt werden eine Frontplatte, eine Rückwand, zwei Seitenteile, ein Boden und ein Deckel benötigt. 

Zusätzlich empfehlen wir zwei weitere Holzelemente, die den Korpus im Innern versteifen.

Aus der Rückwand sägen Sie nun eine Öffnung für das Anschluß-Terminal heraus. Die Frontplatte benötigt einen Ausschnitt, in die sich das Chassis optimal einfügt. 

Nun können Sie das Gehäuse zusammenbauen. Hierzu werden die einzelnen Teile auf Stoß miteinander verleimt. Vergessen Sie hierbei nicht, die Hölzer für die Versteifung einzubauen. Geben Sie dem Leim etwas Zeit zum Abbinden, bevor Sie die weiteren Schritte durchführen.

Als nächstes können Sie jetzt das Anschluß-Terminal in die Rückwand einsetzen und verschrauben. Schließen Sie das Chassis an, ohne es bereits einzusetzen. 

Füllen Sie das Gehäuse nun mit dem Dämpfungsmaterial und achten Sie dabei auf eine gleichmäßige Befüllung. Nun können Sie das Chassis in die Frontplatte einsetzen und es dort verschrauben.

Es bleibt noch die Gestaltung der Bassbox nach Ihren persönlichen Wünschen. Abschließend montieren Sie die Standfüße. 

Jetzt können Sie den Lautsprecher in Gebrauch nehmen.

FAQ - Die wichtigsten Fragen und Antworten für den Subwoofer-Bau

Hier bieten wir Ihnen eine Übersicht, in der wir häufige Fragen zum Bau der Tieftöner beantworten:

 

Der Bau eines einfachen Subwoofers nimmt nur wenige Stunden in Anspruch.

Beim Frontfire-Subwoofer zeigt der Tieftöner in den Raum. Beim Downfire-Subwoofer auf den Boden.

Downfire-Bassboxen benötigen viel Verstärkerleistungen und können bei Nachbarn zu erheblichen Störungen führen. Dafür bieten Sie einen brachialen Klang. Frontfire-Bassboxen eignen sich besser bei einer schlechten Schalldämmung in Mehrfamilienhäusern und klingen insgesamt etwas dezenter.

Ein hochwertiges Kabel für den Anschluß Ihrer Bassbox an den Verstärker oder Receiver kann sich sehr positiv auf die Klangqualität auswirken.

Unter stehenden Wellen, die auch als Raummoden bezeichnet werden, versteht man einen Effekt, der dazu führt, dass sich an verschiedenen Stellen im Raum ganz unterschiedliche Höreindrücke ergeben.

Das wirkt sich vor allem im Tieftonbereich störend aus. Raummoden lassen sich durch eine Veränderung der Position des Basslautsprechers oder durch den Einsatz eines zweiten Subwoofers reduzieren.

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